Amalgam entfernen

 

Amalgam galt lange Zeit als preisgünstiger und dauerhaft haltbarer Werkstoff für Zahnfüllungen. Deswegen betrachten sowohl die Krankenkassen, als auch das Bundesgesundheitsamt und die zahnärztliche Standesführung die Verwendung von Amalgamfüllungen als unverzichtbar. Im Seitenzahnbereich ist in aller Regel Amalgam als Zahnfüllungsmaterial angezeigt (Richtlinien des zuständigen Bundesausschusses der Zahnärzte und Krankenkassen zu §14 Bundesmantelvertrag - Zahnärzte).

Die Zusammensetzung von Amalgam stimmt einen bei näherer Betrachtung jedoch äußerst nachdenklich: Ein Legierungspulver aus Silber, Zinn, Kupfer und Zink wird mit der gleichen Menge flüssigen Quecksilbers vermischt; eine Amalgamfüllung enthält somit zu mindestens rund 50 Prozent das toxische Schwermetall Quecksilber – welches für den menschlichen Körper im Grunde nichts anderes als reines Gift ist.

Eine mögliche Belastung durch Amalgamfüllungen bzw. das ausgestoßene Quecksilber kann sich dabei in einer enormen Bandbreite an Erkrankungen und Symptomen äußern. Häufige Folgen einer Amalgambelastung sind Kopfschmerzen, Appetitlosigkeit, Schwindelgefühle, häufige Müdigkeit selbst bei ausreichend gesundem Schlaf, körperliche Unruhe, Zittern und auffällig häufige Erkältungen.

 

Personen mit einer größeren Anzahl von Amalgamfülllungen tragen auf diese Weise ständig mehrere Gramm Quecksilber im Mund. Wegen der - in vielen Kreisen leider immer noch umstrittenen - Gesundheitsgefahr durch Quecksilber und dessen Dämpfe muss man beim Amalgam entfernen einige Schutzmaßnahmen treffen:

 

 

Begleitmaßnahmen beim Amalgam entfernen

 

Das Entfernen von Amalgamfüllungen ist für den Patienten leider nie komplett belastungsfrei durchführbar. Die im Amalgam enthaltenen, 50%-igen Quecksilberanteile verdampfen bereits bei Zimmertemperatur; entsprechend werden beim Herausbohren der Amalgamfüllung, wo kurzzeitig deutlich höhere Temperaturen auf die Füllungen wirken, vermehrt Quecksilberdämpfe freigesetzt. Um die gesundheitlichen Folgeschäden durch diese Quecksilberdämpfe möglichst niedrig zu halten, wenden wir bei der Amalgamsanierung verschiedene Schutzmaßnahmen an:

 

  • Wo möglich, legen wir bei der Amalgamentfernung stets einen Kofferdam; dieser ist im Grunde eine Gummiabdeckung Ihres gesamten Mundraumes. Allerdings ist ein Kofferdam für Quecksilberdämpfe durchlässig, so dass er zwar gegen lose Amalgamteile schützt, aber gegen das Ausdampfen des Quecksilbers weitgehend wirkungsfrei ist.

  • Zusätzlich hat sich in unserer Zahnarztpraxis ein Spezialabsauger aus Schweden sehr gut bewährt: über den Zahn wird eine kleine Plastikkappe gestülpt, die mit dem Sauger verbunden ist. Nach skandinavischen Untersuchungen ergibt diese Methode den besten Schutz gegen austretenden Quecksilberdampf

  • In unserer Praxis verwenden wir grundsätzlich keine hochtourigen Turbinen. Durch schnelldrehende Turbinen werden Amalgamfüllungen so fein zerstäubt, dass es zu einer höheren Resorption der Schwermetalle bei der Amalgamentfernung führt. Durch niedertouriges Schleifen der Füllungen wird die Überhitzung und die Freisetzung von Quecksilberdampf weitgehend verhindert.

  • Wo möglich, versuchen wir grundsätzlich die Amalgamfüllung nicht herauszubohren, sondern über eine randständige Schnittführung das Füllmaterial vom Zahn zu trennen, und anschließend herauszubrechen. Aufgrund der unausweichlichen Belastung durch die Schnittführung am Amalgam sollten dabei aber nicht zu viele Amalgamfüllungen in einer Sitzung entfernt werden.

  • Eine nachfolgende Amalgamausleitung - am besten über Infusionen - ist fester Bestandteil unserer ganzheitlichen Herangehensweise beim Amalgam entfernen, und wird in unserer Praxisklinik vom Heilpraktiker Dr. Johann Lechner durchgeführt.
    Hier finden Sie weitere Informationen zum Thema Amalgam ausleiten.

 

 

Nach der Amalgamentfernung

 

Was kommt anstelle der Amalgamfüllungen? Nachdem das belastende Amalgam entfernt wurde, muss es selbstverständlich durch ein anderes Füllmaterial ersetzt werden. Hierzu gibt es folgende Alternativen:

 

Kunststofffüllungen

Zahnfüllungen aus Kunststoff sind zwar zahnfarben und schöner, in der Regel aber nicht so dauerhaft wie Amalgamfüllungen.

 

Goldinlays

Gold- und andere Metallversorgungen versuchen wir zu vermeiden, denn jahrelanger Kontakt mit Amalgam sensibilisiert das Immunsystem häufig auch für andere Metalle, so dass die simple Formel „Amalgam entfernen - Gold rein“ häufig keine Lösung des Metallproblems, sondern lediglich eine Verstärkung der Symptomatik mit sich bringt. Weitere Informationen hierzu finden Sie unter dem Punkt metallfreie Zahnersatze.

 

Vollkeramikversorgungen

Vollkeramiklösungen können aufgrund ihrer exakten Passform mit Zement, also ohne Kunstoffkleber eingesetzt werden. Leider sind nichtgeklebte Inlays aus Zirkonoxidkeramik heute technisch noch nicht machbar, so dass Kronen oder Dreiviertelkronen präpariert werden müssen. Der nur geringfügig höhere Verlust an Zahnsubstanz garantiert aber bei metallfreier Vollkeramikversorgung eine weitgehende Freiheit von chronischen Belastungen Ihres Immunsystems. Vollkeramikversorgungen stellen meist die beste Option dar, sobald das schädliche Amalgam entfernt wurde.

 

Zementfüllungen

Um den Körper während der Ausleitungsphase und der Wiederherstellung des Immunsystems zu entlasten, füllen wir kleinere Löcher mit neutralen Zementen. Diese Zementfüllungen sind wegen ihrer eingechränkten Festigkeit jedoch nur vorübergehend, und sollten nach erfolgreichem Entfernen des Amalgams und der nachfolgenden Amalgamausleitung getauscht werden.

 

 

Interessante Informationen zu den Belastungen durch Quecksilber im Körper:

 

http://www.youtube.com/watch?v=pMiOnwX3lGU

http://www.youtube.com/watch?v=gRYJENRkO6A

http://www.metallgift.de/Quecksilbervergiftung/Start.html