DMPs-Test zum Nachweis von Schwermetallbelastungen

Was zeigt uns der DMPS-Test?

Sinn und Zweck eines DMPS-Tests ist der Nachweis einer vorliegenden Schwermetallbelastung im Körper. Die Dimercaptopropansulfonsäure, kurz DMPS, ist ein harmloses Mittel, das mit Metallen im Körper schnell stabile Verbindungen eingeht, welche anschließend über Niere und Darm ausgeschieden werden. DMPS ist also ideal dafür geeignet, im Körper vorhandene Schwermetalle auszuleiten.

Diese Eigenschaft nutzt man auch beim DMPS-Test; je mehr Quecksilber nach der DMPS-Injektion gebunden und im Urin ausgeschieden wird, desto höher ist die Schwermetallbelastung, die im Gewebe vorliegt.

Die Durchführung des Belastungstestes verläuft dabei folgendermaßen:

 

Wie wird der DMPS-Test durchgeführt?

Nach Abgabe einer neutralen Urinprobe werden 5ml Dimercaptopropansulfonsäure verdünnt mit 100ml NACL langsam intravenös injiziert. Nach ca. 45 Minuten wird eine weitere Urinprobe abgenommen. Beide Proben werden anschließend an ein Labor geschickt und dort auf den Quecksilbergehalt überprüft. Liegt der Quecksilbergehalt über 50 Mikrokilogramm Körpergewicht, kann man von einer toxikologisch festgelegten Quecksilbervergiftung sprechen. Der DMPS-Test gibt also lediglich eine Aussage über die Höhe der Quecksilberbelastung, also über eine mengengebundene Aussage.

 

Die Grenzen beim DMPS-Test

Wie stark der Einzelne dieses Quecksilber als toxisch und belastend empfindet, sagt der DMPS-Test nicht aus. Grundsätzlich können aber bereits minimale Mengen von Quecksilber auf das Immunsystem im Sinne einer Sensibilisierung sehr belastend wirken.

Hinweis: Obwohl DMPS nach Literaturhinweisen an sich ein gut verträgliches Mittel zu sein scheint, kann die schlagartig mobilisierte Schwermetallmenge - insbesondere bei Amalgam - das Regulationssystem vorsensibilisierter Patienten sehr stark belasten. Es kann daher gegebenenfalls zu unerwünschten Nebenwirkungen kommen.