Über die Ganzheitliche Zahnmedizin

 

Die Ganzheitliche Zahnmedizin verstehen wir nicht als Alternative zu den bewährten Grundlagen der von der „Schul-Zahnmedizin“ gelehrten und vertretenen Grundsätzen einer guten Zahnarztpraxis. Denn auch ein ganzheitlicher Zahnarzt arbeitet lokal im Mund, um Zahnprobleme zu beheben; er fertigt eine Wurzelfüllung dort an, wo ein Zahn zerstört ist, und er gliedert eine Brücke oder ein Implantat dort ein, wo ein Zahn fehlt.

 

Aber die Ganzheitliche Zahnmedizin begrenzt den medizinischen Horizont der Gesundheitsfürsorge nicht einfach auf den passenden Kronenrand, den festen Sitz von Zahnimplantaten oder eine attraktive Zahnfarbe. In der Ganzheitlichen Zahnmedizin ist man zu der Erkenntnis gelangt, dass der Zahn-, Kiefer- und Mundbereich intensiv und auf hochkomplexe Weise mit anderen Körpersystemen vernetzt ist – bei jedem Menschen.
Jede Veränderung im Zahn-, Kiefer- und Mundbereich kann sich unter Umständen auf andere Bereiche und auch weit entfernte Organe des Körpers auswirken. Deshalb besteht unserer Ansicht nach in der modernen Zahnmedizin eine Notwendigkeit systemischen und integrativen Entscheidens und Handelns!

 

 

Ganzheitliche Betrachtungsweise

 

So sorgt sich die Ganzheitliche Zahnmedizin auch um die Reaktion des gesamten Körpers auf das Material von Zahnbrücken oder Zahnimplantaten. Für notwendige zahnärztliche Maßnahmen muss jeder Zahnarzt Füllmaterial, Zahnersatze und -implantate in Ihren Mund einbringen, und dabei auf anorganische Materialien zurückgreifen.

Dabei ist es aber wichtig, sich bereits im Vorfeld mit folgenden Fragestellungen zu beschäftigen:

 

Wie wirkt ein abgetöteter Zahn oder ein entzündeter Kieferknochen auf das Gesamtsystem des menschlichen Körpers?

Welche Folgen haben Zahnmetalle wie Amalgam oder Gold bei Patienten mit Unverträglichkeiten?

Ist das individuelle Entgiftungssystem des Patienten in der Lage, mit den austretenden Lösungsprodukten und Metallionen fertigzuwerden?

 

Organe ZAhne

 

In der regulären Zahnmedizin werden diese Aspekte oft einfach ignoriert. Dies kann bei Patienten mit vergleichsweise hohen Belastungsgrenzen und Toleranzen ohne belastende Folgen bleiben, wirkt sich bei Unverträglichkeiten oder einem bereits angeschlagenen Immunsystem aber oft verheerend aus. Lesen Sie hierzu auch die Erfahrungen unserer Praxispatienten.

 

 

Worauf die Ganzheitliche Zahnmedizin verzichtet

 

Da die Reaktionen Ihres Immunsystems auf neu in den Körper eingebrachtes Fremdmaterial nicht vorherzusehen sind, vermeiden wir als ganzheitliche Zahnarztpraxis seit Jahren folgende Arbeitsmaterialien und Methoden:

  • Quecksilberhaltiges Amalgam
  • Kunststofffüllungen und Kunststoffkleber
  • Metalle für Zahnbrücken und Kronen
  • Titan für Implantate
  • Antibiotika, soweit medizinisch zu vertreten

 Stattdessen verwenden wir Kronen und Brücken aus metallfreier und bioverträglicher Vollkeramik, metallfreie herausnehmbare Zahnersatze und Implantate aus metallfreier Vollkeramik.

Zudem verzichten wir auf schnelles Beschleifen der Zähne bei der Präparation von Zahnersatzen:
Turbinen sind jedem Zahnarztpatienten wegen dem typischen, hell-jaulenden Pfeifen bestens bekannt. Dieses unangenehme Geräusch der luftgetriebenen Zahnarzt-Turbinen hören Sie bei uns nicht! Die Umdrehungszahl der regulären Turbinen beträgt bis zu 500.000 Umdrehungen pro Minute. Dabei können im Zahnnerv Hitzeschäden verursacht werden, die zum Absterben bis dahin völlig gesunder Zähne führen.
Wir benutzen dagegen mit Elektromotoren angetriebene Bohrer mit einer maximalen Umdrehungszahl von bis zu 40.000 Umdrehungen pro Minute. Einige Behandlungen nehmen dadurch zwar etwas mehr Zeit in Anspruch, die Methode ist dafür aber weitaus schonender für Ihren Zahn und dient somit letztendlich Ihrer Gesundheit.

Wir testen für jeden Patienten, sofern nötig, individuell die Verträglichkeit von neu einzubringenden Zahnersatzmaterialien und ebenso die Verträglichkeit von Betäubungsspritzen.
Eine detaillierte Auflistung unserer Leistungen als ganzheitlicher Zahnarzt finden Sie links unter Ganzheitliche Zahnversorgung.

 

 

Ganzheitliche Zahnmedizin: Philosophie und Denkweise

 

Für betroffene Patienten ist die Tatsache, dass chronische Erkrankungen in unseren modernen Industriegesellschaften in starkem Maße zunehmen, leider nur ein schwacher Trost. Gleichzeitig wird für die meisten chronisch Erkrankten aber auch erkennbar, dass sie mit den bisherigen Methoden der regulären Schulmedizin immer weniger bzw. schlechter therapierbar sind. Rheuma und Gelenksentzündungen sind ebenso weit von einer Heilung mit herkömmlichen medizinischen Mitteln entfernt, wie der Bereich der Krebserkrankungen und anderer Krankheiten des Immunsystems und der körpereigenen Abwehr.
Dies zeigt deutlich, dass die Aufrechterhaltung eines intakten Immun- und Abwehrsystems wichtiger ist denn je.

 

Warum nicht die Abwehr stärken, statt in spezifische „Lösungen von Symptomen“ zu investieren?

 

Bedauerlicherweise ist die heutige Medizin von der Suche nach schnellen Patentlösungen für jegliche Gesundheitsprobleme mithilfe chemischer Pillen geprägt. Dies ist grundsätzlich natürlich erst einmal verständlich, denn der Schmerz kann mit einem Schmerzmittel, die Gelenksentzündung mit einer Cortisonspritze und entzündungsfördernde Bakterien mit Antibiotika oft schnell aus der Welt geschafft werden.

Aber bei den großen chronischen Erkrankungen unserer Zeit ist die Schulmedizin mit ihrem Latein oftmals am Ende: bei der Suche nach "dem Mittel gegen den Krebs" wurden bislang vergeblich Milliarden verschleudert, und die schnelle Unterdrückung der Symptome durch Cortisone verursacht hohe Folgekosten.

Mit dem Versuch der schnellen Bakterienbekämpfung durch Antibiotika wurden indes enorm widerstandsfähige Bakterienstämme gezüchtet. Die Folge: gegen Antibiotika resistente Keime töten mittlerweile jährlich 10.000 Patienten in deutschen Krankenhäusern.

 

Für den ganzheitlich-systemischen Ansatz unserer Zahnarztklinik ergibt sich aus der Idealvorstellung eines intakten Immunsystems die Anforderung, alle störenden Einflüsse, welche die körpereigene Abwehr schwächen können, zu beseitigen.

 

 

Was unterscheidet die Ganzheitliche Zahnmedizin von der regulären Zahnmedizin?

 

Die Ganzheitliche Zahnmedizin versucht folglich, die für den Endzustand der „Krankheit“ verantwortlichen Missstände im Zahn-, Kiefer- und Mundbereich aufzudecken und zu vermindern. Sie setzt nicht Ursache an die Stelle von Bedingung, und verwechselt nicht einzelne symptomauslösende Ursachen mit der letzten, krankheitsauslösenden Bedingung. Warum aber besteht dieser große Gegensatz zwischen Schulmedizin und der ganzheitlich orientierten Zahnmedizin?

Ganz allgemein liegt der Kardinalfehler des modernen, westlichen Denkens in der Überbewertung des Zerlegens, des Analysierens und des Spezialisierens, bei gleichzeitiger Unterbewertung des Zusammenfügens und der so wichtigen Gesamtbetrachtung.

Vom Symptom geht es direkt zu seiner Ursache - dieser Weg ist wegen seiner Einfachheit und Direktheit bei vielen Medizinern verständlicherweise sehr beliebt.
Ist er aber auch für die Sicherung Ihrer langfristigen Gesundheit der richtige?

 

Wichtig für den Betroffenen:

  • Die Schulmedizin pflegt die Zerlegung eines Gesamtorganismus in seine strukturellen Bestandteile.
  • In der Praxis macht eine Medizin ohne Gesamtschau der Einzelteile für den Betroffenen wenig Sinn, denn das Individuum besteht aus einem komplexen Netzwerk verschiedenster Lebensfunktionen.
  • Die moderne, ganzheitliche Medizin versucht, sich den Blick auf das Ganze nicht durch isolierte Problemstellungen zu verbauen.

 

Der ganzheitlich orientierte Zahnarzt sieht Ihren Körper als ein integriertes Ganzes, dessen Funktion auf geordneten Beziehungen und auf ungestörten Wechselwirkungen zwischen den einzelnen Bereichen beruht. Die Ganzheitliche Zahnmedizin erfordert also eine Denkweise, bei der die "organisierenden Beziehungen" der Einzelbereiche untereinander im Fokus stehen.

Dieses vernetzte Denken ist ein elementarer Bestandteil der Ganzheitlichen Zahnmedizin.

 

Die weitreichende Vernetzung aller organischen Bestandteile eines Organismus zwingt einen bei logischer Überlegung geradezu zu einer ganzheitlichen Herangehensweise. Deshalb konzentriert sich die Ganzheitliche Zahnmedizin nicht auf Einzelbausteine, sondern vielmehr auf die Grundprinzipien der Organisation des Großen Ganzen.

 

Für die interne Kommunikation zwischen den Zellen und Organen stehen dem Organismus mehrere Systeme zur Verfügung, die nach sehr unterschiedlichen Prinzipien arbeiten:

  • Ein materiell-chemisches System, bestehend aus den Hormonen, den Neurotransmittern und den neu entdeckten Botenstoffen aus der Reihe der Zytokine und Interleukine.
  • Ein elektrisches System, bestehend aus dem Nervensystem, das über ein eigenes Netz elektrische Impulse im Körper hin und her transportiert.
  • Und ein alles verbindendes System der inneren Ordnung und Organisation: Das sogenannte Grundsystem.

 

Substanz und Biochemie sind die materiellen Grundlagen des Lebens - Gesundheit im Sinne wohlorganisierter Lebensprozesse garantieren sie jedoch nicht. Unbekannte und wenig beachtete chronische Einflüsse aus dem Zahn-, Mund- und Kieferbereich stören die Ordnungs- und Organisationsprozesse des Körpers, und werden somit zu erheblichen Gefahren für die Lebensprozesse auf körperlicher, seelischer und geistiger Ebene, welche wir im Allgemeinen als „Gesundheit“ bezeichnen.