Kunststofffüllungen

Kunststofffüllungen sind im Backenzahnbereich in der Regel nicht so dauerhaft wie Amalgam. Um die Dauerhaftigkeit von Kunststoff-Füllungen zu verbessern, sind Kunststoffkleber notwendig. Die Kunststoffe selbst und die Kunststoffkleber besitzen allerdings auch ein allergisierendes Potential und können bei vorbelasteten Immunsystemen weitere Sensibilisierungsreaktionen auslösen. Dies ist der Grund, warum wir möglichst keine Kunststoffe für Füllungen und keine Kunststoff-Kleber zum Einsetzen von Kronen und Brücken verwenden. Als Alternative verwenden wir in unserer Praxisklinik seit Jahren Zement für kleine Füllungen und zum Einsetzten der metallfreien Kronen.

 

Warum?

Methacrylate als Grundstoffe fast jeden Füllungskunsstoffs (einschließlich des Monomers Triethylen-glykol-dimethacrylat TEGDMA) stören als Bestandteile dentaler Kunst­stoffe zentrale zelluläre Ereignisse wie die Immunantwort, die Zelldifferen­zierung oder das Zellüberleben im Organismus des Patienten. Diese Phänomene sind vermutlich mit einem Ungleichgewicht des zellulären Redoxgleichgewichts aufgrund der Monomer-induzierten Bildung reaktiver Sauerstoffspezies (ROS) asso­ziiert, berichten Wissenschaftler aus Regensburg und Birmingham. (QUELLE : Krifka S et al. Oxidativer Stress stört die Mineralisierung odontoblasten-ähnlicher Zelten. 45. Jahrestagung der AfG, Mainz, 10.-11. Januar 2013)

 

Entscheidend ist die Eluierbarkeit = "Ausdampfung" der Kunsstoffe: Es gibt keinen Kunststoff, der nicht Zeit seines Daseins monomere Bestandteile abgibt. Kein Kunststoff bildet 100%- ige Ketten aus. Bei industriell polymerisierten Kunsstoffen beträgt die Polymerisationsrate bis zu 98%; bei Aushärtung im Mund maximal 95-96%.

Informationen zur Diagnose einer möglichen Belastung durch Zahn-Kunststoffe finden Sie hier