Kaugummi-Speichel-Test

Zahnmetalle - auch hochgoldhaltige Legierungen - weisen ein überraschend hohes Lösungsprodukt ihrer Metallionen und ihres Abriebes beim Kauen auf. Diese Metalle können im Speichel gelöst werden und durch die hochresorptive Mundschleimhaut im Körper aufgenommen werden.

Dort können sie auf Grund ihrer Polarität im körpereigenem Eiweiss Verbindungen eingehen und dabei wichtige Schaltstellen in Neurotransmittern, Mitochondrien und Enzymen blockieren. Keines der Zahnmetalle: Gold, Nickel, Palladium, Silber und Platin besitzt eine ursprünglich biologische Funktion beim Menschen.

Die Biochemie beschreibt die chronische und niedrigdosierte Toxizität der Zahmetalle kurz und verständlich: Die positiv geladenen Metall-Ionen binden sich an die Sulfhydryl-Gruppen (SH-Gruppen) von Proteinen, Enzymen, Koenzymen und Zellmembranen.

 

Über die hohe Bindungsbereitschaft der SH-Gruppen für Metall-Ionen gehen die Metalle Bindungen mit körpereigenen Substanzen, wie dem Hämaglobin der roten Blutkörperchen ein, die besonders reich an SH-Gruppen sind. Dadurch können ionisierte Metalle verschiedene andere Eiweissstrukturen auf dem Blutweg erreichen.

Der Praxisalltag zeigt, dass bei vielen chronisch kranken Patienten eine Metallbelastung

  • weit unterhalb der toxischen Grenze individuell sehr schlecht vertragen wird
  • zu einer schleichenden Veränderung des Immunsystems führen kann und
  • vielfältige "unklare" Krankheitsbilder erzeugen kann

 

 

Was zeigt uns der Kaugummi-Speichel-Test?

Der Speicheltest zeigt die Höhe der möglichen Aufnahme von toxischen Schwermetallionen über die Schleimhäute. Je höher der Wert, desto höher die mögliche chronisch-toxische Belastung. Der Test weist eine erhöhte Konzentration von Quecksilber, Pal­ladium, Gold und/oder Silber im Speichel nach intensivem Kauen nach. Der Test dient zur Vorabklärung, ob eine Metallentfernung erforderlich ist.

 

 Speichel Silli

Speichelbefund einer Patientin mit 8 Goldkronen mit dem 164-fach erhöhten Goldwert

 

 


Wie wird der der Kaugummi-Speichel-Test durchgeführt?

Vorab muss der Patient Zähneputzen; dann kaut der Patient 10 - 20 Minuten lang intensiv auf einem zuckerfreien Kaugummi, um ca. 10 ml Spei­chel in einem Gefäß zu sammeln. Diese Probe wird im toxikologi­schen Labor (MVZ Laborzentrum Ettlingen) untersucht.

 

Wann ist der Kaugummi-Speichel-Test möglich?

Der Speicheltest ist nur möglich, wenn der metallhaltige Zahnersatz nicht vollständig verblendet ist.

 

Ergänzend zum Kaugummi-Speichel-Test

Die mögliche Wirkung Ihrer Zahnmetalle auf Ihr Immunsystem zeigt der ITT/LTT. Warum untersuchen wir ob Ihr Immunsystem Ihren Zahnersatz verträgt? Bei einem negativen ITT/LTT muss aber unter ganzheitsmedizinischen Gesichtspunkten auch die Wirkung Ihrer Zahnmetalle in Bezug auf toxisch-blockierende Effekte untersucht werden. Einen ersten Anhaltspunkt hierzu liefert uns der Kaugummi-Speichel-Test.