Unsichtbare Metalldepots im Kiefer

Die häufig ablehnede bis sehr kritische Einstellung von Kollegen gegenüber Osteolysen/Kieferostitis/NICO wirft natürlich Fragenn auf:

  • Verbirgt der Kieferknochen für den Zahnarzt ein unbekanntes und unerkanntes Krankheitspotential in Form von Schwermetall-Einlagerungen aus metallhaltigem Zahnersatz?
  • Vermitteln uns die Röntgenbilder - "Nichts zu sehen" - eine trügerische Sicherheit in der Beurteilung des Kieferknochens?
  • Führt uns das Röntgen -zum Schaden des Patienenten - öfter in die Irre, als wir glauben?
  • Die unten aufgeführten Fälle und klinischen Untersuchungen sind für uns der Grund unsre Patienten seit 20 Jahren mit völlig metallfreiem Zahnersatz zu versorgen.

     

Quecksilber und Blei im Kieferknochen

Abbildung 1 zeigt einen in unserer Praxisklinik nicht seltenen Befund: Nach Abtragen eines Knochendeckels tauchen im darunterliegenden Kiefer quecksilberhaltige Amalgameinschlüsse auf. Es ist anzunehmen, dass diese Partikel giftige Quecksilber-Ionen in die Umgebung abgeben und damit innerhalb des Stoffwechsels als Toxine wirksam werden können.

 

Abb 1:  Amalgameinschluss im Kieferknochen


Die Multielementanalyse eines - im Röntgen völlig unauffälligen - Kieferareals zeigt einen um den 10-fach erhöhten Quecksilbergehalt. 

Multielementanalyse 

Abb 2: Gegenüberstellung Multielementanalyse und ein röntgenologisch unauffälliger Kieferknochen


Wie verborgen diese Metalleinschlüsse für das herkömmliche 2D-Röntgen sind und wie schnell sie zum falschen Ausschluss „keine metallischen Fremdkörper“ führen können - selbst wenn sie makroskopisch gut darstellbar sind, sehen Sie in der  Abbildung 3, wobei das Zahnfach bei 14 unauffällig ist, der entnommene Kieferknochen  aber deutlich schwärzliche Einschlüsse und die CaviTAU-Messung (TAU = Through Transition Alveolar Ultrasonography) vor der chirurgischen Säuberung des Zahnfachs bei 14 die schwermetallbedingte Osteolyse bereits deutlich macht:

 

Abb 3: Gegenüberstellung Röntgen, Knochenbefund und Ultraschallbild bei 14

Überraschenderwiese findet sich auch Blei - offensichtlich aus dem früher verbleiten Benzin stammend - häufig im Kieferknochen:

Nach der Ausräumung des  Bereichs 38/39 - wie in der Kontrastmittelaufnahme in Abbildung 4 dargestellt - verschwindet  ein seit 5 Jahren bestehenden Schulter-Arm-Syndroms links, seit 1 ½  Jahren äußerst schmerzhaft bis zur aktiven Bewegungsunfähigkeit (die wurzelgefüllten Zähne 35 und 36 wurden schon vorher entfernt): Die von uns veranlasste Metallanlyse der Kieferostitis/NICO zeigt einen  - gegenüber dem Grenzwert - 20-fach erhöhten Bleigehalt in diesem Kieferbereich.

Blei Quecksilbergehalt 

Abb 4: Gegenüberstellung von 2D-Röntgen regio 38/39, Volumen der Osteolyse und Blei- und Quecksilbergehalt.


Gold und Silber im Kieferknochen

Ein weiterer Fall aus unserer Praxisklinik belegt ebenfalls das Defizit der Röntgenbilder: Bei einem Patienten mit Morbus Bechterew, Alter 46 Jahre wurde das Gebiet 48 von NICO-Läsionen befreit. Im Röntgenbild (Abb 5) ist der Bereich 48 weitestgehend unauffällig; es zeigen sich keine metallischen Einschlüsse. Dennoch ergibt die  Laboranalyse der NICO aus diesem Kiefer extrem hohe Metallbelastungen: Indium ist 1.450-fach, Palladium ist 9.921-fach und Silber ist 78.900-fach gegenüber den Grenzwerten erhöht. Alle diese Metalle sind in den vorhandenen Kronen enthalten; eine Auswirkung auf das Immunsystem bei dem vorliegenden Morbus Bechterew des Patienten ist sehr naheliegend.

Metallgehalt regio 48 

Abb 5: Keine Metalleinschlüsse in regio 48 sichtbar. Analyse des Kieferknochens zeigt hohe Metallbelastung.


Ein 48-jähriger ALS-Patient (amyotrophe Lateralsklerose) zeigt im linken Oberkieferbereich wieder bei röntgenologischer Unauffälligkeit interessante Metallwerte: Gold ist 160-fach und Platin  120-fach gegenüber den Grenzwerten erhöht (Abb 6). Da man weiß, dass Gold und Platin auf das Immunsystem einwirken ist dieser Befund bei einer meist tödlich endenden Autoimmun-Erkrankungen besonders beeindruckend. 

ALS Patient 

 

Abb 6: Röntgenologisch unauffälliges Gebiet 27/28/29 mit entsprechendem Metallgehalt 

Aus den oben genannten Patientenfällen ergibt sich folgende Frage: Was wissen wir über die Verteilung von Metallionen im Körper?Offensichtlich sehr wenig, da elektrolytisch eingewanderte Metallionen nicht mit Röntgen optisch  arstellbar sind. 

  • Metalleinschlüsse im Kieferknochen bleiben daher in aller Regel unentdeckt und unerkannt.

 

  • Sie spielen als Ursache bei Autoimmunerkrankungen - wie oben geschildert - wie . Bechterew, Gelenksrheuma und Amyotrophischer Lateralsklerose deshalb in der Praxis keine Rolle.

 

  • Sie spielen bei der möglichen Umkehrung ihrer immunologischen Triggerfunktionen als Heilungsversuch durch operative Sanierung der NICO-Areale in der  Praxis ebenfalls keine Beachtung