Einbringen eines Keramikimplantates

Vorbereitende Maßnahmen:

Bevor das Keramikimplantat eingebracht wird, sollte die Knochendichte mit der CAVITAT/CaviTAU Ultraschalldiagnostik überprüft werden. Nur wenn der Knochen ausgeheilt ist, ist eine Setzung der Keramikimplantate anzuraten. Zudem sollten zur Vermessung der Implantate ein DVT (=dreidimensionales Röntgenbild) des Bereiches angefertigt werden.


Implantationsablauf:

Als erstes wird Ihre Mundhöhle mit Ozon begast, um die Keime so gut wie möglich zu beseitigen. In örtlicher Betäubung wird dann das Zahnfleisch im Bereich der Implantation eröffnet und der Knochen zur Aufnahme des Implantates freigelegt. Danach wird im Knochen ein Hohlraum geschaffen, in den das Keramikimplantat eingebracht wird. Je nach Knochendicke und -breite wird die passende Implantatkonfiguration intraoperativ ausgewählt. Sollte zu wenig Knochen vorhanden sein, muss vorab ein Knochenaufbau erfolgen. Um eine möglichst schnelle Regeneration des Knochens und der Einheilung des Implantates zu ermöglichen, spritzen wir um das Keramikimplantat das eigens aus Ihrem Blut hergestellte Thrombozytenserum (PRP-Verfahren) ein. Zudem erhalten Sie am selben Tag eine Infusion mit Ozon-Eigenblut, Vitamin C, Mineralstoffen und Antibiotikum. Nach der Implantation werden Abdrücke zur Herstellung einer Schutzschiene genommen. Diese Schutzschiene erhalten Sie am nächsten Tag. Die Schutzschiene ist während der Einheilungsphase (im Unterkiefer 3-4 Monate, im Oberkiefer 5-6 Monate) 24 Stunden durchgehend zu tragen. Alle vier Wochen ist eine Kontrolle der Keramikimplantate notwendig. Nach erfolgreicher Einheilung kann der Keramik-Implantat-Pfosten mit einem Diamanten präpariert und ganz normal, wie ein natürlicher Zahn abgeformt werden. Darüber kommt eine normale Vollkeramikkrone.


Risiken und mögliche Komplikationen:

Im Zusammenhang mit dem Einsatz von Zahnimplantaten kann es unter anderem zu den folgenden unerwünschten Ereignissen kommen:

  • Kein Einwachsen oder Lockerung nach dem Einwachsen des Keramikimplantates
  • Infektionen in Form von Abszess, Fistel, Eiterbildung, Parästhesie
  • Anhaltende Schmerzen, Taubheitsgefühl der Unterlippe, Parästhesie
  • Übermäßiger, ein Knochentransplantat erfordernder Knochenschwund
  • Bruch des Implantates
  • Nicht alle Implantate heilen ein: Wir haben in den letzten 8 Jahren eine Verlustquote von ca. 7% bei neugesetzten Implantaten.
  • Selten sind Brüche durch Überlastung: Von ca. 3500 gesetzten Impantaten sind bislang 14 (= 0,5%) gebrochen. 

 

 

Zusätzliche Warnhinweise:

Wird das Keramikimplantat über seine funktionale Kapazität hinaus belastet, kann es zu exzessivem Knochenschwund oder zum Bruch des Implantates kommen. Physiologische und anatomische Gegebenheiten können die Leistung von Zahnimplantaten negativ beeinflussen. Das ist zu berücksichtigen, wenn Zahnimplantate bei Patienten mit folgenden Vorbedingungen eingesetzt werden sollen:

  • schlechte Knochenqualität
  • schlechte Mundhygiene
  • Erkrankung wie z.B. Blutkrankheiten oder nicht eingestellte Hormonstörungen
  • Alkohol- und Drogenmissbrauch