Zahnersatz & Zahnimplantate

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Warum können Zahnmetalle problematisch sein?

Keines der Metalle Gold, Nickel, Palladium, Silber, Platin und Titan besitzt eine ursprünglich biologische Funktion beim Menschen. Grundsätzlich muss zwischen drei Wirkungsrichtungen von Metallexpositionen unterschieden werden:

  • eine mengenabhängige: Die Toxizität der Zahnmetalle

  • eine allergisierende, die materialspezifisch ist: Die immunologische Wirkung der
    Zahnmetalle
  • eine immaterielle, die größen- und materialabhängig ist: die mikrophysikalische Resonanzen der Zahnmetalle zu Elektrosmog

 

Die gesundheitliche Wirkung einer chronisch-unterschwelligen Toxinwirkung ist immer abhängig von den individuellen Bedingungen des Betroffenen: Je nach Konstitution, Empfindlichkeit und gesundheitlichen Rahmenbedingungen können wenig Metalle im Mund eine große gesundheitliche Belastung sein, z.B. bei geringer Verfügbarkeit „innerer“ Entgiftungsfaktoren (beispielsweise Glutathion-Mangel, auch genetisch bedingt) und geringer Zufuhr „äußerer“ Entgiftungsfaktoren (z.B. Vit. C/ Ernährung). Bei guter Kondition können viele Metalle im Mund aber auch nur eine geringe gesundheitliche Belastung darstellen, vor allem bei geringen Vorbelastungen (z.B. frühere Erkrankungen) und guten Entgiftungsfunktionen.

 

Zahnersatz 

 

Der Praxisalltag zeigt, dass bei vielen chronisch kranken Patienten eine Metallbelastung weit unterhalb der toxischen Grenze individuell sehr schlecht vertragen wird, und folglich zu einer schleichenden Veränderung des Immunsystems führen und vielfältige „unklare“ Krankheitsbilder erzeugen kann. Eine fortschrittliche Medizin muss bei der Frage der Belastung durch Zahnmetalle daher individuelle Reaktionsmuster und Bedingungen des Patienten in ihre Diagnose miteinbeziehen.

 

 


1. Toxizität der Zahnmetalle

Die Biochemie beschreibt die chronische und niedrigdosierte Toxizität der Zahnmetalle kurz und verständlich: die positiv geladenen Metall-Ionen binden sich an die Sulfhydryl-Gruppen (SH-Gruppen) von Proteinen, Enzymen, Koenzymen und Zellmembranen.

 

Zahnmetalle Bild 2 

 

 

Jedes Enzym des Körpers wird in seiner Funktion durch die veränderte SH-Gruppe vollständig blockiert.

Über die hohe Bindungsbereitschaft der SH-Gruppen für Metall-Ionen gehen die Metalle Bindungen mit körpereigenen Substanzen ein, wie dem Hämoglobin der roten Blutkörperchen, die besonders reich an SH-Gruppen sind. Dadurch können ionisierte Metalle verschiedene andere Eiweissstrukturen auf dem Blutweg erreichen. Chronisch gering einwirkende Mengen können an den Schlüsselstellen bestimmter Körperfunktionen verheerende Wirkungen haben.

Diese Schlüsselstellen sind beispielsweise:

  • Enzyme
  • Membranen der Nervenzellen
  • Neurotransmitter
  • Blut-Hirn-Schranke
  • Zytokine und Interleukine

 

 


2. Immunologische Wirkung der Zahnmetalle

Im Gegensatz zu toxischen Effekten ist die Menge des Metalls bei empfindlichen Menschen nur von geringer Bedeutung. Auch niedrige Konzentrationen von Metallen können in diesen Fällen entzündliche Reaktionen des Gehirns und anderer Organe oder Körperflüssigkeiten auslösen.

Bei Metallunverträglichkeit richtet sich das Abwehrsystems spezifisch gegen Metalle und metallveränderte Antigene des eigenen Körpers (sogenannte Selbstproteine oder Autoantigene). Diese können dann eine Autoimmunerkrankung auslösen. Die immunologischen Effekte von Zahnmetallen sind

 

  • unspezifisch: Metalle können eine immunsuppressive - also unterdrückende - oder eine aktivierende, entzündliche Entgleisung des Immunsystems bewirken.
  • antigenspezifisch: Metalle können bei genetisch empfindlichen Menschen auch allergische Reaktionen auslösen. In der Regel sind das Typ-IV-Allergien (zellvermittelte Allergien wie die Kontaktdermatitis). Der LTT-Test zeigt, in wie weit das Abwehrsystem (Lymphozyten/T-Zellen) durch Zahnmetalle vermehrt aktiviert ist. Nur vereinzelt wurden auch Typ-I-Reaktionen (allergische Soforttyp-Reaktionen - wie beispielsweise ein Bienenstich) beobachtet.

 

Zahnmetalle Bild 3

Warum kein Titanimplantat?

Die Verträglichkeit der heute verwendeten Titanimplantate scheint hinreichend erwiesen. Als Beispiel für die trügerische Sicherheit, die das Röntgenbild vermittelt, finden Sie hier einen Titan-Patientenfall aus unserer Praxiklinik:
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Titan im Kieferknochen

Das Röntgenbild dieser Patientin zeigt im Bereich des Titanimplantates regio 15 keine verdächtigen Reaktionen und kann unter rein röntgenologischen und mechanischen Zahnersatz-Aspekten als geglückte Maßnahme bezeichnet werden. Da die Patientin seit dem Einsetzen dieses Titan-Implantates quälende Kopfschmerzen hat, liegt der Verdacht nahe, dass dieses Titanimplantat eine systemische Belastung darstellt.

Die Abbildung 1.1 zeigt nach Entfernung des Titanimplantates einen schwärzlich-metallischen Niederschlag in der Alveole, entlang der knöchernen Schraubwindungen des entfernten Titan-Implantats.

 

 

Vergl.titanimpl.mit Knochen 

Abb 1.1: Vergleich Titanimplantat regio 15 röntgenologisch unauffällig mit Knochenalveole nach Entfernung des Titanimplantates mit metallischem Niederschlag

 

 

Untersucht man den diesen Niederschlag tragenden Kieferknochen spektralanalytisch im Labor auf seinen Schwermetallgehalt (Abbildung 1.2), so zeigt sich ein um den Faktor 50 erhöhter Wert auf Titan, bei einem angenommenen Grenzwert von <1000 µg/Kg Körpergewicht. Das umgebene Knochengewebe des Titanimplantats enthält demnach den 50-fachen Grenzwert an Titan. Diese Patientin verliert nach der Entfernung des Implantats die jahrelangen quälenden Kopfschmerzen.

 

metallgehalt regio 15

Abb 1.2: Titangehalt des Kieferknochens regio 15

 

 

Die Ursache einer solchen „Titan-Sensibilisierung“ ist neben der Partikelbildung des Implantats die überschießende proinflammatorische Reaktivität der unspezifischen Immunzellen, die bei einigen Patienten nach Kontakt mit eben diesen Titanpartikeln auftritt. Diese beruht nicht auf der Anwesenheit Titan-spezifischer Lymphozyten (daher zeigt der LTT fast immer negative Ergebnisse) sondern auf einer erhöhten Entzündungsbereitschaft unspezifischer Immunzellen (Gewebemakrophagen, Monozyten) nach Kontakt mit Titanpartikeln. Es ist bekannt, dass derartige Partikel (Durchmesser 1-10 pm) in die Umgebung von Implantaten als Abrieb abgegeben werden und eine Entzündung verursachen können.

Sterner et al untersuchten die Auswirkungen von klinisch relevanten Aluminium Keramik-, Zirkonium Keramik- und Titanpartikel unterschiedlicher Größe und Konzentration auf die TNF-Ausschüttung in einem humanen Makrophagensystem. Ihre Ergebnisse bestätigen unsere Erfahrungen und Vorbehalte: Die Verwendung von Ti-Partikel löste in beiden verwendeten Größen (02 µm und 2 µm) mit jeweils 8-facher und 17-facher TNF-alpha -Sekretion gegenüber der Leerprobe den stärksten Anstieg aus. Es waren jedoch deutlich höhere Mengen an Ti-Partikel der Größe 02 µm notwendig, um o.g. Werte zu erreichen. Al203-Partikel zeigten ebenfalls eine signifikante Erhöhung der TNF-alpha-Ausschüttung, lagen jedoch mit einer lediglich 4-fachen Steigerung gegenüber der Leerprobe deutlich unter den Ti-Werten. In der maximalen TNF-alpha-Sekretion fand sich kein Unterschied beider Partikelgrößen (0,0 µm und 2,5 µm), jedoch war eine nahezu l000-fach höhere Konzentration an Al203- Partikel der Größe 0,6 µm notwendig. Beim direkten Vergleich von Al203- und Ti-Partikeln gleicher Größe und Konzentration stimulierte Ti signifikant höhere TNF-alpha-Ausschüttungen. Zr02 konnte keine signifikante TNF-alpha-Sekretion hervorrufen.

Auch andere Autoren finden durchaus Titan-Partikel im Umgebungsgewebe der Titanimplantate und können diese mit immunologisch relevanten Erscheinungen in Verbindung bringen: Voggenreiteret al (270) publizieren in ihrer Arbeit „Gewebereaktion auf Titanpartikel-Histologische Untersu­chungen an Plattenbettgewebe (LC-DCP)“ folgende Ergebnisse: „Die immunologische Gewebereaktion auf Osteosynthese-platten aus Reintitan, eingesetzt zur Versorgung von Frakturen langer Röhrenknochen, wurde histologisch untersucht. Dazu wurde periimplantäres Gewebe im Rahmen der Metallentfer­nung bei 10 konsekutiven Patienten entnommen und mittels Immunhistochemie auf immunkompetente Zellen untersucht. 7 Patienten wiesen eine makroskopische, alle Patienten eine mikroskopisch nachweisbare Metallose auf. Die gefundenen Titanpartikel befanden sich zum größten Teil in CD68-positiven Makrophagen, die zum Teil MHC-Klasse-II-Moleküle exprimierten. Darüber hinaus fanden sich in Partikelnähe CD45RO-positive T-Lymphozyten, die teilweise Cluster bil­deten und in wenigen Fällen auch CD8 + zytotoxische T-Lym­phozyten. B-Lymphozyten ließen sich nicht nachweisen. Die Anwesenheit von Titanpartikeln wurde mit Hilfe einer REM-EDX-Analyse bestätigt."

Die Ergebnisse der Forscher  sprechen nicht sonderlich für eine „grundsätzliche und von Natur aus gegebene Verträglichkeit von Titan als Implantatmaterial“: Die Exposition von Makrophagen gegenüber Titanlegierungsteilchen in vitro über einen Zeitraum von 48 Stunden resultierte in einer 40-fachen Zunahme in der Freisetzung von TNF- alpha und einer 7-fachen Zunahme in der Freisetzung von Interleukin-6. Diese Untersuchung wurde vom Verfasser übersetzt und in der Zeitschrift für Umweltmedizin  veröffentlicht .

 

Welche Krankheitsrelevanz haben erhöhte Spiegel von TNF-alpha oder Interleukin 6?

Tumornekrose Faktor alpha (TNF-alpha) ist ein proinflammatorisches Zytokin. Es steht am Anfang nahezu jeder Immunantwort . TNF-alpha spielt eine Schlüsselrolle in Hinsicht auf die Pathogenese von vielen chronisch-entzündlichen Erkrankungen. TNF-alpha  hat in hohen Konzentrationen, wenn es durch den Kontakt mit Endotoxinen oder anderen Xenobiotika stimuliert wurde, folgende Eigenschaften:

  • TNF-alpha induziert die Produktion von Akutphasenproteinen in der Leber.
  • TNF-alpha zeigt zentralnervöse Effekte und induziert im Gehirn Fatigue, Anorexie und Fieber.
  • TNF-alpha stimuliert die Produktion von Stickoxyden.
  • In der modernen Rheumatherapie wird ein erhöhter TNF-alpha Spiegel als ursächlich für die Rheumaentstehung diskutiert.

 

Interleukin 6 wird von Makrophagen, Fibroplasten, Knochenmarkzellen, Gefäßendothel und einigen T-Zellen gebildet. Interleukin 6 (Il-6) wird auch von Antigenen, Mitogenen und Endotoxinen stimulierten B-Zellen gebildet.

  • Interleukin 6 stimuliert die Leber zur Ausbildung von Akutphasen-Proteinen, wie z.B. Fibrinogen, Serum-Amyloid Protein A und Alpha-2 Makroglobulin.
  • Interleukin 6 scheint eine wichtige Rolle im Knochenmetabolismus zu spielen über die Induktion der Osteoklastenaktivität und Osteoklastenbildung.
  • Erhöhte Ausschüttung von Interleukin 6  sind bei Typ 1 Diabetes gefunden worden, sowie bei entzündlichen Schilddrüsenerkrankungen, systemischer Sklerose, rheumatoider Arthritis und verschiedenen Pilzerkrankungen.
  • Interleukin 6 hat eine wichtige Funktion bei allen neoplastischen Prozessen.
  • Interleukin 6 kann Mehrung von Krebszellen beeinflussen, über Wechselwirkungen mit Zelladhäsion und Beweglichkeit, Thrombopoese, Tumorspezifische Antigen-Ausbildung, Mehrung von Krebszellen.
  • Abhängig vom Zelltyp kann Interleukin 6 entweder die Krebszellen-Ausbildung hemmen oder stimulieren: Tumore, die von Interleukin 6 stimuliert werden sind das Melanom, das Nierenzellkarzinom, das Prostatakarzinom, das Kaposisarkom, Ovarialkarzinome, Lymphome und Leukämie und multiple Myelome.
  • Interleukin 6 ist in verschiedene andere Krankheitsprozesse ebenfalls verwickelt: Alterungsprozesse: Obwohl dies ein normaler physiologischer Prozess ist, werden Alterungsprozesse von einer Vielzahl von Beschwerden begleitet, wie z.B.: Alzheimer-Erkrankung, Arteriosklerose, Schilddrüsenerkrankungen.
  • Interleukin 6 ist ein wichtiger Mediator bei Infektions- und Autoimmunkrankheiten: wie z.B. HIV-Infektion, rheumatoide Arthritis, paraneoplastische Symptome; entzündliche Gelenkerkrankungen, die mit einer Zunahme des Interleukin 6 - Spiegels in der Synovialflüssigkeit verbunden sind.
  • Weil die Interleukin 6 - Spiegel eine direkte Verbindung mit den Alterungsprozessen vieler Lebewesen spielt, kann es auch bei der menschlichen Alterung eine wichtige Rolle spielen. DHEA z.B. von dem man augenblicklich glaubt, dass es in der Lage ist, verschiedene Alterungsprozesse positiv zu beeinflussen, kann beispielsweise die altersbedingte Zunahme von Interleukin 6 im Serum vermindern.

 

 

Nach dieser Arbeit ist eine rein mechanistisch orientierte Beurteilung für Titanimplantate wissenschaftlich nicht hinreichend. Bildgebende Untersuchungsmethoden wie Röntgen zeigen nicht die über Mediatoren (Zytokine, Interleukine) ablaufenden biochemischen Steuerungsprozesse, die Titanimplantate hervorrufen können. Folglich muss die Bewertung und Indikationsstellung von titangetragenen Implantaten auch unter systemisch-vernetzten Gesichtspunkten gesehen werden, unter denen das Interesse an der Pathologie der Zelle vom Interesse an der Steuerung der Zelle abgelöst werden sollte. Wird dies vergessen, können fatale systemisch-immunologische Folgen für den Implantatträger auftreten, verdeckt vom Erfolgsgefühl eines „festsitzenden Gebisses“.

 

Der Titan-Stimulationstest zeigt die immunologische Verträglichkeit von Titan:

Titan Stim Ergebnis

Abbildung 1.3: Ergebnis eines Titan-Stimulationstests

 

 

Beim Titanstimulationstest werden Blutzellen des Patienten mit Titanoxidpartikeln stimuliert. Nach 4 Stunden Reaktionszeit werden die proentzündlichen Schlüsselzytokine IL1-b und TNF-a im Überstand gemessen. Es ist belegt, dass eine erhöhte Freisetzung dieser Zytokine vor allem auf Polymorphismen in den Genen der Entzündungszytokine beruht. Die im vorliegenden Fall deutlich erhöhten Werte von IL1 und TNF-a sprechen für eine immunologische Stimulation durch Titanpartikel in diesem Fall und das Titan-assoziierte Immungeschehen könnte auch die Verbindung zur gesteigerten Demenz sein. Gibt es in diesem Fall ebenfalls Titanpartikel im Kieferknochen zu finden? Die Abbildungen 1.4 und 1.5 zeigen - wie in Fall 1 - einen schwärzlich-metallischen Niederschlag direkt in der Umgebung des Implantats. Wäre - gestützt auf das unauffällige Röntgenbild - die Aussage, dass „das Titan-Implantat einwandfrei im Kiefer verwachsen ist  und nichts mit Demenz zu tun hat“ als Fehldiagnose zu werten gewesen? Denn Titan zeigt in diesem Fall drei systemische Belastungsmomente:

Es provoziert eine chronisch-entzündliche Umgebungsreaktion, die inflammatorische Mediatoren mobilisiert. Es provoziert über eine Stimulation durch das Material selbst systemische Entgleisungsreaktionen (siehe Ergebnis des Titan-Stimulationstests). Es lösen sich Partikel in die Knochenumgebung ab (siehe Abbildung 1.4 und 1.5).

 

 

Kieferknochen mit Titanpartikel 

Abbildung 1.4: Kieferknochen mit Titanpartikel aus der Implantatumgebung

 

 

Titanpartikel unter Mikroskop 

Abbildung 1.5: Mikroskopische Vergrößerung der Titanpartikel aus obiger Abbildung

 

 

FAZIT :

Röntgenologisch nicht zu entdeckende Titan-Partikel lösen sich und können - unter bestimmten individuellen Voraussetzungen - immunologische Reaktionen im Körper auslösen  und systemisch wirkende Botenstoffe freisetzen. Titan ist nicht so stabil, wie vielfach behauptet und daher auch nicht "von Natur aus verträglich", wie häufig erklärt.

 


Weitere Informationen zur grundsätzlichen Problematik der Titanimplantate finden Sie in den folgenden Artikeln von Dr. Lechner:

"Systemische Antwort auf  Titan und Verträglichkeit der Titanimplantate"

"Titanimplantate: Eine kritische immunologische Betrachtung"

"Titan aktiviert Entzündungsmediatoren"

 


Hinweis für den Praktiker:  Blutuntersuchungen zu immunologischen Sensibilisierungen durch dentale Schwermetalle und Titan führen durch:

Institut für Medizinische Diagnostik Nicolaistr. 22, 12247 Berlin www.IMD-Berlin.de

und Immumed GmbH Karlstrasse 46, 80333 München www.immumed.de

Metallfreie Zahnkronen

Vollkeramikversorgungen mit Kronen und Brücken zeichnen sich heute durch exakte Passform aus. Um mögliche Reaktionen auf Kunststoffkleber zu vermeiden, werden die Kronen mit neutralem Zement eingesetzt.

Leider sind nichtgeklebte Inlays aus Zirkonoxidkeramik heute technisch noch nicht machbar, so dass sogenannte Dreiviertel-Kronen präpariert werden müssen. Der geringgradig höhere Verlust an Zahnsubstanz garantiert aber bei metallfreier Vollkeramikversorgung eine weitgehende Freiheit von immunmodulierenden Belastungen.

 

Gibt es Risiken bei der Behandlung mit Zirkonoxid-Keramik?

Keramik ist naturgemäß spröder als Metall und damit bruchgefährdeter. Brüche oder Abplatzungen sind aber mit der neuen Technologie sehr selten. Sollten sie dennoch innerhalb von 2 Jahren auftreten, erstellen wir wir Ihnen kostenfrei eine neue Krone/Brücke.

 

Weitere Informationen zu unserem Dentallabor finden Sie unter: www.dentalwerk-thier.de

Metallfreie Zahnprothese - Teleskopprothese

Eine Teleskop-Prothese befestigt man mit Primärkäppchen (siehe Foto) auf den verbleibenden Restzähnen (2 bis 8). Die Teleskopprothese ist eine kostengünstigere und zeitersparendere Variante zu Implantaten, für die vorab häufig ein Knochenaufbau beziehungsweise Sinuslift notwendig ist. Die Zähne erhalten eine leichte Beschleifung und eine Überkappung aus Keramik, die eigentliche Zahnprothese wird dann wie eine herausnehmbare Brücke an diesen Käppchen fixiert. Eine gut sitzende Teleskop-Prothese sorgt für einen guten Tragekomfort. Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass selbst bei Verlust von weiteren Zähnen die Teleskopprothese dementsprechend umgearbeitet werden kann, da die Teleskopprothese selbst mit zwei Restzähnen hält. Zudem sind Bisskorrekturen jederzeit möglich.

 

Telearbeit Thier1 

metallfreie Teleskopprothese

Zahnersatz aus Vollkeramik

Alternativversorgung ohne Resonanzfelder und ohne Sensibilisierungspotential

 

Bislang ist kein Material verfügbar, das 100% verträglich erscheint. Die biokompatibelste Lösung scheint ein Zahnersatz aus Vollkeramik zu sein, insbesondere als Zirkonoxid-Vollkeramik, die sich dadurch auszeichnet, dass sie

  • sich hochpräzise, mit befriedigenden Randschluss herstellen lässt
  • aufgrund des guten Randschlussverhaltens mit herkömmlichen Zementen und nicht mit potenziell allergisierenden Kunstoffklebern eingesetzt werden kann
  • sich sowohl für grössere Brückenspannen als auch für metallfreien, herausnehmbaren Zahnersatz eignet, da Zirkonoxid selbst hoch bruchfest ist

 

Ein häufiges Missverständnis: Zirkonoxid ist das Oxid des Seltenerde-Metalls Zirkon; es besitzt kein freies Elektron und ist dadurch nichtleitend, besitzt also keine metallischen Eigenschaften.

 

Wir fertigen in unserer Praxisklinik seit  20 Jahren metallfreie Kronen und Brücken aus Zirkonoxid-Vollkeramik an, und haben dieses Material mit als erste Zahnarzt-Praxis  in Deutschland verwendet. Nachteil des Zirkonoxids: obwohl bis zu 99% hoch gereinigt, enthält Zirkonoxid eine leichte natürliche Radioaktivität, die sich aber im Bereich der Hintergrundstrahlung bewegt. Bitte bedenken Sie: auch Ihr Skelett „strahlt“ durch die natürliche Einlagerung von Isotopen. Leider sind Vollkeramikversorgungen- mit dem Argument der reinen kosmetischen Vorteile - von der gesetzlichen Versorgung ausgenommen.

 

 

Von zahnmedizinischer Seite lässt sich daher summarisch als Zielvorststellung feststellen:

Dem Problem der Materialunverträglichkeit in Form von subtoxischen Allergien, Elektrosensibilität etc. muss ein größerer Raum in der medizinischen Forschung und ein größeres Gewicht im medizinischen Bewusstsein eingeräumt werden. Der zunehmende Leidensdruck der Patienten erfordert mehrere Lösungsansätze: als kurzfristige und bereits praktizierte und praktikable Lösung stellt sich die Verwendung maximal biokompatibler Materialien dar. Dies können augenblicklich nur Vollkeramik-Versorgungen sein.

Zahnprothese aus Vollkeramik

Bei Zahnverlust oder durch die Entfernung wurzelgefüllter Zähne entstehen Zahnlücken, die wieder geschlossen werden müssen. Früher wurden durch das Beschleifen von Nachbarzähnen Brücken oder ein herausnehmbarer  Zahnersatz angefertigt. Die moderne Zahnmedizin hat große Fortschritte beim Setzen von Implantaten erzielt, wodurch Brücken und herausnehmbarer Zahnersatz umgangen werden können.

Allerdings basieren die meisten Implantatsysteme auf dem Metall Titan, ein in der Regel sehr gutes und sicheres Material, mit dem seit über 30 Jahren viel Erfahrung vorliegt.

In Einzelfällen sind aber mit entsprechenden labortechnischen Untersuchungen entzündungsfördernde Eigenschaften des Titan festzustellen. Zusätzlich müssen sensible Patienten Empfängerwirkungen durch E-Smog befürchten, da Titan - wie jedes andere Metall - Resonanzwirkungen auslösen kann. Unter dem Punkt: Warum kein Titan-Implantat können Sie mögliche Probleme durch Titan nachlesen.


Wir verwenden in unserer Praxis als Alternative zu den Titanimplantaten seit Jahren metallfreie Keramik-Implantate aus Zirkonoxid. Wir haben in den letzten 8 Jahren über 3500 biokompatible und hochverträgliche Zirkonoxid-Implantate erfolgreich gesetzt. Die von uns verwendeten vollkeramischen Zirkonoxid-Implantate (Zr02) verwachsen stabil mit dem Knochen. Ebenso können keinerlei Ströme, Spannungen und Korrosionen auftreten und Allergien sind praktisch ausgeschlossen. ) an. Zr02 konnte in Untersuchungen keine Entzündungsreaktionen (TNF-alpha-Sekretion) hervorrufen.

Bei einteiligen Implantaten sind Implantat und der Kronenaufbau eine Einheit, so dass die Frakturgefahr gegenüber einem konventionellen, zweiteiligem Implantat wesentlich reduziert ist. Durch die Kombination von Implantaten aus Keramik und Kronen aus Vollkeramik sind erstmals komplett metallfreie Rekonstruktionen möglich, mit einem Höchstmaß an Biokompatibilität und Verträglichkeit.

 

 

Keramikimpl freiliegende 

 

 

 Keramikimpl versorgt

Einbringen eines Keramikimplantates

Vorbereitende Maßnahmen:

Bevor das Keramikimplantat eingebracht wird, sollte die Knochendichte mit der CAVITAT/CaviTAU Ultraschalldiagnostik überprüft werden. Nur wenn der Knochen ausgeheilt ist, ist eine Setzung der Keramikimplantate anzuraten. Zudem sollten zur Vermessung der Implantate ein DVT (=dreidimensionales Röntgenbild) des Bereiches angefertigt werden.


Implantationsablauf:

Als erstes wird Ihre Mundhöhle mit Ozon begast, um die Keime so gut wie möglich zu beseitigen. In örtlicher Betäubung wird dann das Zahnfleisch im Bereich der Implantation eröffnet und der Knochen zur Aufnahme des Implantates freigelegt. Danach wird im Knochen ein Hohlraum geschaffen, in den das Keramikimplantat eingebracht wird. Je nach Knochendicke und -breite wird die passende Implantatkonfiguration intraoperativ ausgewählt. Sollte zu wenig Knochen vorhanden sein, muss vorab ein Knochenaufbau erfolgen. Um eine möglichst schnelle Regeneration des Knochens und der Einheilung des Implantates zu ermöglichen, spritzen wir um das Keramikimplantat das eigens aus Ihrem Blut hergestellte Thrombozytenserum (PRP-Verfahren) ein. Zudem erhalten Sie am selben Tag eine Infusion mit Ozon-Eigenblut, Vitamin C, Mineralstoffen und Antibiotikum. Nach der Implantation werden Abdrücke zur Herstellung einer Schutzschiene genommen. Diese Schutzschiene erhalten Sie am nächsten Tag. Die Schutzschiene ist während der Einheilungsphase (im Unterkiefer 3-4 Monate, im Oberkiefer 5-6 Monate) 24 Stunden durchgehend zu tragen. Alle vier Wochen ist eine Kontrolle der Keramikimplantate notwendig. Nach erfolgreicher Einheilung kann der Keramik-Implantat-Pfosten mit einem Diamanten präpariert und ganz normal, wie ein natürlicher Zahn abgeformt werden. Darüber kommt eine normale Vollkeramikkrone.


Risiken und mögliche Komplikationen:

Im Zusammenhang mit dem Einsatz von Zahnimplantaten kann es unter anderem zu den folgenden unerwünschten Ereignissen kommen:

  • Kein Einwachsen oder Lockerung nach dem Einwachsen des Keramikimplantates
  • Infektionen in Form von Abszess, Fistel, Eiterbildung, Parästhesie
  • Anhaltende Schmerzen, Taubheitsgefühl der Unterlippe, Parästhesie
  • Übermäßiger, ein Knochentransplantat erfordernder Knochenschwund
  • Bruch des Implantates
  • Nicht alle Implantate heilen ein: Wir haben in den letzten 8 Jahren eine Verlustquote von ca. 7% bei neugesetzten Implantaten.
  • Selten sind Brüche durch Überlastung: Von ca. 3500 gesetzten Impantaten sind bislang 14 (= 0,5%) gebrochen. 

 

 

Zusätzliche Warnhinweise:

Wird das Keramikimplantat über seine funktionale Kapazität hinaus belastet, kann es zu exzessivem Knochenschwund oder zum Bruch des Implantates kommen. Physiologische und anatomische Gegebenheiten können die Leistung von Zahnimplantaten negativ beeinflussen. Das ist zu berücksichtigen, wenn Zahnimplantate bei Patienten mit folgenden Vorbedingungen eingesetzt werden sollen:

  • schlechte Knochenqualität
  • schlechte Mundhygiene
  • Erkrankung wie z.B. Blutkrankheiten oder nicht eingestellte Hormonstörungen
  • Alkohol- und Drogenmissbrauch

Kieferknochenaufbau

Voraussetzung um Implantate setzen zu können, ist ein ausreichendes Knochenvolumen. Reicht der vorhandene Kieferknochen nicht aus, kann man mit einem Knochenaufbau eine Implantation und einen möglichst festsitzenden Zahnersatz ermöglichen.

Aus was besteht das Knochenaufbaumaterial? Das Knochenaufbaumaterial besteht aus Kalziumkristallen, die von denaturiertem Rinderknochen stammen. 


Ablauf des Knochenaufbaus:

Als erstes wird Ihre Mundhöhle mit Ozon begast, um die Keime so gut wie möglich zu beseitigen. Um eine möglichst schnelle Regeneration des Knochens zu ermöglichen, wird das Knochenaufbaumaterial mit Blut und dem Thrombozystenserum (PRP-Verfahren) vermischt und in einem kleinen operativen Eingriff, unter örtlicher Betäubung, unter die Schleimhaut verpflanzt.

Nach ca. 6 Monaten hat sich daraus körpereigener Knochen entwickelt. Sie erhalten am selben Tag des Eingriffes eine Infusion mit Ozon-Eigenblut, Vitamin C, Mineralstoffen und 1x Antibiotikum. 

Im Oberkiefer bietet sich zusätzlich die Möglichkeit eines so genannten "Sinus Lift" an. Dabei wird unter lokaler Betäubung die Kieferhöhlenschleimhaut angehoben und in den frei werdenden Raum zwischen Kieferhöhlenboden und Kieferhöhlenschleimhaut das Knochenersatzmaterial eingebracht. Voraussetzung hierfür ist allerdings eine reizlose Kieferhöhle.

 

Die folgende Abbildung zeigt das in die Kieferhöhle eingebrachte Knochenaufbaumaterial:

Knochenaufbau mit Markierung 

Ein Betroffener schreibt

Herr J. B. aus Leonberg schreibt folgendes:

"Vom Amalgam zum Gold oder: "Vom Regen in die Traufe?"

Sehr geehrter Herr Dr. Lechner,

mit großem Interesse habe ich bei meinem Zahnarzt Ihren o. a. Artikel in der GZM -Praxis und Wissenschaft gelesen.

Ich stimme Ihnen aus meiner eigenen Krankengeschichte in vollem Umfang zu. Mein Leidensweg begann, als ich Ende 1992 meine sanierungsbedürftigen Amalgamfüllungen mit Gold ersetzen lies. Bereits beim Einsetzen hatte ich das Gefühl, dass etwas nicht so war wie es sein sollte (ein stechender Schmerz bis unter die Schädeldecke). So wanderte ich seit 1993 von Zahnarzt zu Zahnarzt (inzwischen bin ich beim 10. angelangt!).

Tatsache ist nun, dass die drei Zähne vom erstenmal inzwischen gerissen wurden (nach erneuten Inlays, einer Wurzelresektion und einer Kiefer - OP in diesem Bereich). Im linken Oberkiefer hatte sich kurz nach einem weiteren Inlay mit besonders hochwertigem Gold 1995 (= im Unterkiefer links) eine Zyste gebildet.

Im Mai 2000 wurde dann bei mir erstmals Morbus Basedow festgestellt. Auf Therapien sprach ich sehr schlecht an.

Die endgültige Heilung begann im Juni 2001, als ich  sämtliche Goldinlays durch Keramik ersetzen ließ. Auch meine Depression, wegen der ich seit Sept. 2000 in therapeutischer Behandlung war, war mit einemmal verschwunden.  Insgesamt kann ich feststellen, dass alleine die Entfernung des Goldes eine ganz erhebliche Verbesserung meines Allgemeinbefindens gebracht hat und ich hoffe, dass sich meine gestörte Regulationsfähigkeit nach und nach wieder normalisiert.

Interessant ist in meinem Fall auch der Umstand, dass seit 1995 bis heute in meiner unmittelbaren Umgebung (ca. 150 bis 300 Meter von meinem Haus entfernt) drei Mobilfunkmasten errichtet wurden. Jedoch dürfte ein eindeutiger Beweis für einen Zusammenhang zwischen meinen Zahnproblemen und der gepulsten Hochfrequenzstrahlung schwierig sein. Von der Hand zu weisen ist ein ursächlicher Zusammenhang m. E. aber nicht!

Ihre Erkenntnisse zu den Resonanzphänomen mit Metallkronen haben sich in meinem Fall jedoch in vollem Umfang bestätigt.

Vielleicht können Sie mit meinen Erfahrungen etwas anfangen. Für Ihre weitere Arbeit wünsche ich Ihnen auf jeden Fall viel Erfolg.